Pianistin und Dozentin für Klavier. Werdegang, Aufnahmen und Videos aus Konzerten.
Schwerpunkt russische Klaviermusik der Romantik und Moderne, dazu Werke von Schubert und Zeitgenossen.
Vom ersten Ton bis zur Aufnahmeprüfung. Der Probeunterricht ist unverbindlich und kostenlos.
Musikerinnen und Musiker, mit denen regelmäßig Programme entstehen.
Fragen zu Unterricht oder Konzerten? Über das Formular erreichen Sie mich direkt.
(Friedrich Hölderlin)
Zum Gedenken an die Tragödie des Atombombenabwurfs über Hiroshima am 6. August 1945.
„Eingegraben in Stein aus ferner Zeit
ein Schatten auf dem Sand
einstürzend Himmel und Erde dazwischen
das Traumbild einer Blume“
(Hara Tamiki: „Grabschrift“)
Eine Aufführung mit Auszügen aus dem Augenzeugenbericht „Sommerblumen“ von Hara Tamiki und Kompositionen von Wolfgang Rihm.
„Ende der Handschrift“
Elf späte Gedichte von Heiner Müller für Gesang und Klavier (1999)
„Untergang“ (Georg Trakl)
„Geistliche Dämmerung“ (Georg Trakl)
„Hälfte des Lebens“ (Friedrich Hölderlin)
„Hochsommerbann“ (Oskar Loerke)
„Abend“ (August Stramm)
„Verzweifelt“ (August Stramm)
„Kriegsgrab“ (August Stramm)
„Lied“ (Stefan George)
„Vorfrühling“ (Rainer Maria Rilke)
„Frühling“ (Franz Büchler)
• Dom zu Verden
• Studio M 22 in Köln
• Musikhalle St. Gallen
• Kulturkirche St. Stephani in Bremen
• Wehrmachtsgefängnis, Zentrum für Friedensarbeit in Anklam
• Forum Neue Musik in Hamburg, Christianskirche am Klopstockplatz
• Kartäuserkirche in Köln, AK Hiroshima-Nagasaki
Mehrere dieser Aufführungen wurden unterstützt durch das Friedensforum in Bremen bzw. die Deutsch-Japanische Gesellschaft zu Bremen und standen unter der Schirmherrschaft des Japanischen Generalkonsulats in Hamburg.
„Für eine Minute wusste niemand, was nun geschehen würde. Bombardier und Pilot vergaßen, ihre dunklen Brillen aufzusetzen, und sahen den furchtbaren Blitz mit bloßen Augen. Ungefähr 45 Sekunden nach dem Blitz spürte man an Bord zwei Stöße. Ich ließ drehen, damit wir das Resultat betrachten konnten. Neun Zehntel der Stadt waren von aufwallendem Qualm eingehüllt, der auf das Explodieren von Gebäuden schließen ließ, und von einer ungeheuren weißen Rauchwolke, die in etwa drei Minuten zu 30.000 Fuß emporstieg und dann auf mindestens 50.000 Fuß ging. Mein Gott, was haben wir da gemacht! Wenn ich auch 100 Jahre alt werde, diese paar Minuten werde ich niemals ganz vergessen können.“
(Robert A. Lewis, amerikanischer Luftwaffenoffizier und Copilot beim Abwurf der ersten Atombombe auf Hiroshima am 6. August 1945, in „Stundenbuch an Bord des B-29-Bombers“)
Zum Gedenken an den durch die Türken an den Armeniern begangenen Völkermord zur Zeit des Ersten Weltkriegs.
Glaubst du, es ist einfach zu leben, wenn es die Stadt deiner Geburt nicht mehr gibt, du jedoch fortfährst zu leben?
Glaubst du, es ist einfach sich zu erinnern, wenn die Rettung im Vergessen besteht, die es nicht gibt, du jedoch fortfährst dich zu erinnern?
Glaubst du, es ist einfach zu schlafen, wenn deine Ohren voll sind mit Schreien, deine Augen mit Tränen, wenn glückliche Szenen du jetzt nur noch im Traum erlebst, glaubst du, es ist einfach zu erwachen?
(Howhannes Grigorjan)
Eine Aufführung mit Auszügen aus dem Augenzeugenbericht der Pailadzo Captanian und Vertonungen von Gedichten armenischer Schriftsteller durch den Komponisten Karsten Dehning.
Zareh Krakuni: „Statt eines Gebets“, „Lüge“, „Sandspuren“, „Gebet“, „Geschichte“, „Nacht“
Harutin Berberian: „Phönizische Überlebende“
Siamanto: „Durst“
Chatschik Manukjan: „Sie haben mich gekreuzigt“
Howhannes Grigorjan: „Das alte Blut“, „Letztes Wort“
Zahrad: „Unsere Kinder mit Schwarz getauft“
• Viktoria Car: Sopran
• Dietmar Sander: Rezitation
• Juliane Busse: Klavier und Programmkonzeption
• Kulturkirche St. Stephani in Bremen
• Nikolaikirche in Schwerin
• Deutsch-Armenische Gesellschaft in Stuttgart
• Rathaus, Festsaal, in Erfurt
• Forum Neue Musik in Hamburg, Christianskirche am Klopstockplatz
• Marktkirche in Hamburg-Blankenese
Übersetzung aus dem Armenischen: Dr. Raffi Kantian (Kebabdjian). Verwendung nur mit Erlaubnis des Übersetzers.
Zum Gedenken an den Völkermord in den Westindischen Ländern durch die spanische Kolonialmacht zur Zeit des Bartolomé de Las Casas (1484 bis 1566).
Zehntausend Peruaner fallen
unter Kreuzen und Schwertern, Blut tränkt die Gewänder Atahualpas.
Pizarro, das grausame Vieh aus Estremadura befiehlt,
des Inkas feingliedrige Arme zu fesseln.
Eine schwarze Glut,
ist die Nacht auf Peru herabgesunken.
(Pablo Neruda, aus „Die Argonien“)
Eine Aufführung mit Episoden aus dem Augenzeugenbericht „Kurzgefaßter Bericht von der Verwüstung der Westindischen Länder“ von Bischof Bartolomé de Las Casas und Auszügen aus der Schöpfungsgeschichte des „popol wuj“, dem heiligen Buch der Maya, vertont von dem Komponisten Erwin Koch-Raphael.
• Die ursprüngliche Welt
• Die Schöpfung der Erde
• Die Schöpfung der Tiere
• Die Schöpfung der Menschheit
• Die Entdeckung des Mais
„composition no. 73 (popol wuj)“
15 Gesänge nach Maya-Texten in der Übersetzung von Dr. Frauke Sachse, für Bariton und Klavier, Juliane Busse gewidmet, 2013.
28. Januar 2014, Kulturkirche St. Stephani, Bremen
Dietmar Sander, Bariton · Juliane Busse, Klavier
„composition 73 (popol wuj)“ ist Teil eines größeren Projekts der Pianistin Juliane Busse, das sich thematisch mit der Kultur der Mayas und ihrer Zerstörung durch die spanischen Eroberer befasst. Die 15 Gesänge basieren auf Auszügen aus dem popol wuj, der Schöpfungsgeschichte der Mayas, in der Übersetzung von Dr. Frauke Sachse. Die stilistisch sehr vielfältige Komposition reflektiert die selbstbewusste Erhabenheit des Mythos und das grausame Ende dieser altamerikanischen Hochkultur. Die im musikalischen Satz auffällige stilistische Zerrissenheit, die sich hier über eine breite Skala der europäischen Musikgeschichte hinweg artikuliert, spiegelt innermusikalisch diesen Zustand eines kulturellen Niedergangs in die heutige Zeit.
(A. Q.)
Erwin Koch-Raphael wurde 1949 in Kempen am Niederrhein geboren. Nach längeren Studienaufenthalten in Berlin, Seoul, Paris und Karlsruhe lebt er seit 1983 in Bremen und Bremerhaven und ist Professor für Komposition und Musiktheorie an der Hochschule für Künste Bremen. Zahlreiche Aufführungen im In- und Ausland, Träger mehrerer Kompositionspreise.
Übersetzung ins Deutsche: Dr. Frauke Sachse, Universität Bonn, basierend auf Christenson (2003/2004). Verwendung nur mit Erlaubnis der Übersetzerin.
Eine Veranstaltung mit Rezitationen der phantastischen Landschaftsbeschreibungen aus dem Reisebericht „Die Steppe“ von Anton Tschechow und Liedern von Modest Mussorgskij.
Unendlich weit ist die russische Landschaft, und unendlich tief empfindet der Mensch, der sich in ihr befindet, seine Einsamkeit. In den Landschaftsbeschreibungen der berühmten Erzählung „Die Steppe“ von Anton Tschechow erscheint uns die Natur als Spiegel der menschlichen Seele.
„...Es war das Gefühl furchtbarer Einsamkeit, bei dem man meint, man existiere in dem finsteren und gestaltlosen Weltall nur ganz allein. Es ist ein stolzes, dämonisches Gefühl, nur einem Russen verständlich, dessen Gedanken und Empfindungen ebenso weit, grenzenlos und rauh sind wie die russischen Ebenen, Wälder und Schneefelder...“
(Anton Tschechow, aus „Lichter“)
Die Lieder des russischen Romantikers Modest Mussorgskij verleihen diesen menschlichen Empfindungen ihre eigene Stimme. Durch die Montage der Tschechowschen Landschaftsbeschreibungen und der Lieder nach Textvorlagen von Puschkin, Tolstoi, Kolzow, Mussorgskij, Pleschtschejew und Golenischtschew-Kutusow erscheint vor uns der Mensch in all seiner Tiefe in einer grandiosen, weiten und grenzenlos einsamen Natur.
„Wenn man lange in die Tiefe des Himmels schaut, ohne den Blick abzuwenden, dann verschmelzen unwillkürlich Gedanken und Seele im Bewußtsein der Einsamkeit.“
(Anton Tschechow)
„Wo bist du, kleiner Stern?“ (Text: M. Mussorgskij, 1857)
„Sag mir, mein Mädchen, warum?“ (Text: Puschkin, 31.7.1858)
„Traurig rauschten die Blätter“ (Text: Pleschtschejew, 1858)
„Es stürmen die Winde“ (Text: Kolzow, 28.3.1864)
„Am Don erblüht ein Garten“ (Text: Kolzow, 23.12.1867)
„Abendlied“ (Text: Pleschtschejew, 15.3.1871)
„In den vier Wänden“ (Text: Golenischtschew-Kutusow)
„Zu Ende ging der lange Tag“ (Text: Golenischtschew-Kutusow)
„Elegie“ (Text: Golenischtschew-Kutusow)
„Am Fluß“ (Text: Golenischtschew-Kutusow)
„Nicht wie ein göttliches Gewitter“ (Text: Tolstoi, 5.3.1877)
„Leise schwebte eine Seele“ (Text: Tolstoi, 9.3.1877)
„Dahin ist mein Kummer“ (Text: Tolstoi, 21.3.1877)
„Der Wanderer“ (Text: Pleschtschejew, 1878)
Alle Lieder in russischer Sprache.
• Sopran: Viktoria Car aus Wien
• Rezitation: Dietmar Sander und Tim Günther
• Klavier, Programmidee und Programmkonzept: Juliane Busse
• Kulturkirche St. Stephani in Bremen
• Konzertsaal Lister Turm in Hannover
• Kulturzentrum Lüneburg
• Dietmar Sander aus Hannover, Lied- und Opernsänger, Bariton und Moderation
• Victoria Car aus Wien, mehrfache Preisträgerin, Sopran und Moderation
• Juliane Busse, Dozentin für Klavier an der Hochschule für Künste Bremen, Klavier und Gesamtkonzept
• Hannover: Lister Turm
• Celle: Beckmann-Saal
• Bremen: Evangelische Kirche Oberneuland
29. Januar 2016, 20:00 Uhr
Liederabend 1: „Der einsame Wanderer“
Chronologische Liedersammlung, ergänzt durch Briefe und Texte von Franz Schubert
12. Februar 2016, 20:00 Uhr
Liederabend 2: „Franz Schubert und Wilhelm Müller“
Die Natur als Spiegel der menschlichen Seele. Kommentierte Lieder aus der „Winterreise“ und aus „Die schöne Müllerin“
15. April 2016, 20:00 Uhr
Liederabend 3: Franz Schubert und die Dichter der Romantik
Lieder nach Texten von Schlegel, Heine, Rellstab und anderen, kommentiert durch Erläuterungen zur Deutschen Romantik
10. Juni 2016, 20:00 Uhr
Liederabend 4: Franz Schubert und die Dichter der Klassik
Lieder nach Texten von Goethe, Schiller und anderen, kommentiert
9. September 2016, 20:00 Uhr
Liederabend 5: Franz Schubert und sein Freundeskreis
Lieder der frühen Schaffensperiode, kommentiert
7. Oktober 2016, 20:00 Uhr
Liederabend 6: Franz Schubert und sein Freundeskreis
Lieder der mittleren Schaffensperiode, kommentiert
18. November 2016, 20:00 Uhr
Liederabend 7: Franz Schubert und sein Freundeskreis
Lieder der späten Schaffensperiode, kommentiert durch Selbstzeugnisse und durch die Erinnerungen seiner Freunde