Juliane Busse
Programm                                                                                                        
Konzeption [3]


PROGRAMMKONZEPTION [3]
Das ende der Welt

Zum Gedenken an den Völkermord in den Westindischen Ländern durch die
spanische Kolonialmacht zur Zeit des Bartolome de Las Casas (1484- 1566) 

„Zehntausend Peruaner fallen
unter Kreuzen und Schwertern, Blut
tränkt die Gewänder Atahualpas.
Pizarro, das grausame Vieh aus Estremadura
befiehlt, des Inkas feingliedrige Arme
zu fesseln. Eine schwarze Glut,

ist die Nacht auf Peru herabgesunken.

(Pablo Nerunda aus: „Die Argonien“)

Eine Aufführung mit Episoden aus dem Augenzeugenbericht
„Kurzgefaßter Bericht von der Verwüstung der Westindischen Länder“
(Bischof Bartolome de Las Casas) und Auszügen aus der Schöpfungsgeschichte
des „popol wuj“*, dem heiligen Buch der Maya, vertont von dem Komponisten
Erwin Koch- Raphael **.


(*Übersetzung in`s Deutsche: Frau Dr. Sachse/ Universität Bonn; basierend auf Christenson (2003/ 2004).
Verwendung nur mit Erlaubnis der Übersetzerin)


– Die ursprüngliche Welt;
– Die Schöpfung der Erde;
– Die Schöpfung der Tiere;
– Die Schöpfung der Menschheit;
– Die Entdeckung des Mais.



** Erwin Koch- Raphael (1949)


„composition no. 73 (popol wuj)“
15 Gesänge nach Maya- Texten
in der Übersetzung von Dr. Frauke Sachse
für
Bariton und Klavier
Juliane Busse gewidmet
2013 

Uraufführung:
28. Januar 2014
Kulturkirche St. Stephani, Bremen
Dietmar Sander, Bariton
Juliane Busse, Klavier

„composition 73 (popol wuj)“ ist Teil eines größeren Projekts der Pianistin Juliane Busse,  das sich thematisch mit der Kultur der Mayas und ihrer Zerstörung durch die spanischen Eroberer befasst. Die 15 Gesänge basieren auf Auszügen aus dem Popol Wuj, der Schöpfungsgeschichte der Mayas, in der Übersetzung von Dr. Frauke Sachse. Die stilistisch sehr vielfältige Komposition reflektiert die selbstbewusste Erhabenheit des
Mythos und das grausame Ende dieser altamerikanischen Hochkultur. Die im musikalischen Satz auffällige stilistische Zerrissenheit, die sich hier über eine breite Skala der europäischen Musikgeschichte hinweg artikuliert, spiegelt innermusikalisch diesen Zustand eines kulturellen Niedergangs in die heutige Zeit. A.Q.


ERWIN KOCH- RAPHAEL wurde 1949 in Kempen (Niederrhein) geboren. Nach längeren Studienaufenthalten in Berlin, Seoul, Paris und Karlsruhe lebt er seit 1983 in Bremen und Bremerhaven und ist Professor für Komposition und Musiktheorie an der HfK Bremen. Zahlreiche Aufführungen im In- und Ausland, Träger mehrerer Kompositionspreise. 


Juliane Busse | Dozentin für Klavier
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